Das Projekt „Frauenmuseen weltweit“ fand erstmalig als gemeinsame Ausstellungseröffnung der Frauenmuseen weltweit mit Konferenz statt. Zentraler Ort war Bonn, das Frauenmuseum, das weltweit erste seiner Art, das seit 1981 Ausstellungen zu aktueller Kunst, Geschichte, zu soziokulturellen und globalen Fragen präsentiert.
Ausstellung Teil I:
Die erste gemeinsame Ausstellung der internationalen Frauenmuseen zeigt unter dem Motto „Idole – Rolemodels - Heldinnen“ die erste gemeinsame Ausstellung, die die bedeutenden Frauen des jeweiligen Landes in den Mittelpunkt rückt, die großen Vorbilder, ganz gleich, ob sie Pionierinnen und Revolutionärinnen waren, Frauen aus Politik, Wissenschaft und Kunst oder die Museumsgründerinnen selbst.
Steckbriefe der einzelnen Frauenmuseen: 28 Museen aus allen Kontinenten stellen sich selbst vor und berichten in knapper Form über ihre Konzeption, Gründungsgeschichte, Organisation und Struktur. Deutlich werden dabei ihre Verschiedenartigkeit und ihre Gemeinsamkeiten. Mit Ausnahme von Vietnam gehen alle Gründungen auf Eigeninitiativen zurück. Nur mit viel Engagement konnten die Gründerinnen die Verwirklichung ihrer Projekte erreichen.
Ausstellung Teil II - Parallelschauplätze:
a) Das Modell-Museum: Parallel zur Präsentation der Frauenmuseen weltweit zeigt das Frauenmuseum, Bonn, unter dem Titel „Mit Macht zur Wahl – 100 Jahre Frauenwahlrecht in Europa“ seine Ausstellungstätigkeit als Modell, das sowohl Geschichte als auch aktuelle Kunst umfasst.
b) Elvira Bach, „Influences africaines“, neue Bilder der populärsten deutschen Malerin, die durch ihre so genannte wilde Malerei bekannt wurde. Ihr Leben ist seit langem intensiv mit dem Senegal verbunden.
Die Konferenz
Vortragende waren bekannte MuseologInnen, Museumsleiterinnen, Kuratorinnen und Kulturwissenschaftlerinnen. Zwölf Frauenmuseen von Vietnam und Australien bis Argentinien und Senegal bis nach Europa berichteten über ihre Gründungsgeschichte und Arbeitsschwerpunkt, darunter auch ein virtuelles Museumsprojekt. Darüber hinaus referierten Museumswissenschaftlerinnen über neue Ansätze zur Darstellung von Frauengeschichte in Ausstellungen sowie über die Frage, was ein Männermuseum ist. Derzeit wird eine Dokumentation erarbeitet, die im Frauenmuseum Bonn zu erwerben ist.
Kunsthotel Dormitorium
Im ehemaligen, nun leer stehenden, Hotel Beethoven entstand eine einzigartige Unterkunft für die Teilnehmerinnen der Konferenz. In der Aktion KUNSTHOTEL DORMITORIUM wurden 60 Zimmer von ebenso vielen Künstlerinnen eingerichtet. Der ML Moving Locations e.V. stellte dem Frauenmuseum Bonn das ehemalige Hotel Beethoven zur Verfügung. Künstlerinnen wie Ulrike Rosenbach, Hanne Horn und viele Andere verpassten den Zimmern ein neues Kleid.
Kooperationspartnerinnen:
Die teilnehmenden Frauenmuseum, besonders unsere Partnerinnen im EU-Projekt: das Frauenmuseum Meran, das dänische Frauenmuseum in Aarhus und die Gesellschaft für Kulturanalyse / muSIEum in Wien.
Womnet
IFZ – Internationales Frauenzentrum, Bonn
ML MOVING LOCATIONS e.V.
Geldgeber:
EU-Kulturprogramm 2007- 2013
Landschaftsverband Rheinland
Land NRW
Sparkassenstiftung Internationale Begegnungen
Renate Wald - Stiftung
Stadt Bonn
brähler (Technik)
Projekt-AG:
Bettina Bab, Historikerin,
Petra Peter-Friedrichs, Verwaltung,
Marianne Pitzen, Museumsdirektorin (verantw.)
Publikationen die bisher im Verlag des Frauenmuseums erschienen sind
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