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Zum 35. Geburtstag des Frauenmuseums...
...ziehen wir ein Resümee und bitten um Ihre Unterstützung.

Während die Stadt Bonn ins Finanzdesaster schlittert...
Rat, Verwaltung und Kämmerer der Stadt können offenbar sehr wenig – hat das Bonner Frauenmuseum seine Hausaufgaben stets gemacht: Dort erwirtschaften die Künstlerinnen aus einem Euro Fördergeld seit Jahren das Fünffache, – was aber gerne von den Stadtoberen verschwiegen wird. Die Konsequenz: Das erste Frauenmuseums der Welt ist in seiner Existenz bedroht. Ab 2019 soll jegliche Förderung enden. 

Der Grund? Durch phänomenale Misswirtschaft ist Bonn die Stadt mit der größten Schuldenlast in ganz NRW. Und nun? Mit der Kürzung der Kultur und ihrer Strukturen ist angesichts des Milliardenhaushalts der Stadt überhaupt nichts gewonnen – denn damit verringern sich nicht nur die Einnahmen, sondern die Attraktivität der sogenannten „Bundesstadt“. Weniger Kulturangebote für Bonner Bürger  und Touristen schaden der städtischen Entwicklung auf Jahrzehnte. Zwar wird behauptet, dass sich unsere Städte die Kultur nicht mehr leisten könnten, doch sie hängt nicht nur am Tropf: Das Frauenmuseum wie andere bedrohte Kulturinstitutionen sind ein wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor. Diese Institutionen machen Bonn zu einer Stadt, die auch für Arbeitnehmer hohe Lebensqualität bereithält. Die Effekte: mehr Unternehmen, Erhöhung der Steuereinnahmen von Stadt und Region.
Und was hat das Frauenmuseum mit dem städtischen Fördergeld bisher gemacht? 

Historikerinnen und Kuratorinnen des Museums erarbeiten Projekte, die gezielt Lücken schließen in der Geschichtsschreibung und Kunst: Ein gutes Beispiel ist die aktuelle Ausstellung „Frauen in Krieg und Frieden 1915 – 1945 – 2015“. Wie wirkte der Erste Weltkrieg auf den Alltag der Menschen ein? Wer weiß schon, in welchem Maß Frauen in der Kriegswirtschaft an der Heimatfront tätig waren? Warum finden unsere Kinder in ihren Schulbüchern nichts darüber, dass Frauen der kriegsführenden Länder 1915 zu internationalen Friedenskongressen reisten? 

Diese Geschichtsprojekte verbindet das Museum immer mit aktueller Kunst, die ein guter Transporteur für die Sachinhalte ist. Bisher gab es mehr als 700 Ausstellungen im Frauenmuseum, Werke von 3.000 Künstlerinnen wurden gezeigt, 360 Kataloge veröffentlicht und mehr als 3.500 Veranstaltungen ausgerichtet. Wir organisieren zwei große Messen, einen Bundeskunstpreis – den GABRIELE MÜNTER PREIS –  und haben im KinderAtelier eine eigene Museumsklasse für Bonner Grundschulen. Jährlich kommen mehr als 30.000 Besucher ins Museum: Männer, Frauen, Kinder.

Laufend entstehen neue Aufgabenfelder: Projekte zu Migration, Kunst und Kultur aus Ländern des Nahen Ostens. Der internationale Bereich des Frauenmuseums wächst kontinuierlich: Das Frauenmuseum Bonn ist der Sitz der „International Association of Women’s Museums“ – ein höchst lebendiges Netzwerk der mehr als 60 Frauenmuseen weltweit.

Diese Erfolgsgeschichte darf nicht gestoppt werden!

Das Frauenmuseum hat ein Alleinstellungsmerkmal und ist – wie viele auf bundespolitischer Ebene sagen – ein „Leuchtturm der Kultur“ für die Region und das Land NRW. 

Was ist zur Rettung des Frauenmuseums zu tun? Der Stadtrat unterstützt laut Beschluss vom Mai 2015 die Gründung einer Stiftung mit dem Zweck, das Museumsgebäude zu erwerben. Die Nutzung als Kultureinrichtung ist von Seiten der Stadt für das 3.000 qm große, ehemalige Kaufhaus in der Bonner Nordstadt festgeschrieben.

Das Frauenmuseum hat bereits 2005 eine erste Stiftung gegründet, die nach dem Willen der Erblasserin die historische Forschung ermöglicht. Für die neu zugründende Stiftung sind daher Zustiftungen sehr willkommen. Grundkapital ist bereits vorhanden.

Den Unternehmen im ganzen Lande ist längst bewusst, dass sie auf weibliche Kompetenz und Know how setzen können. Bei den Verantwortlichen der Stadt Bonn ist diese Einsicht noch nicht angekommen. Hier gibt es in der politischen Spitze wenig Bereitschaft Vorurteile zu überwinden und den engagierten Künstlerinnen eine faire Überlebenschance einzuräumen. Dabei ignorieren sie auch eine viel größere Verantwortung:

Das Frauenmuseum Bonn ist weltweit die „Blaupause“ für die Förderung von Kunst und Geschichte von und für Frauen. Nach seinem Vorbild wurden auf allen Kontinenten Museen ge-gründet. Meistens mit wenig Geld, aber umso mehr Engagement. Das Frauenmuseum Bonn leistet seit Jahrzehnten einen kulturellen und gesellschaftspolitischen wichtigen Beitrag – und dies vor allem durch unermüdliche Ehrenamtliche. Die Stadt Bonn wird nie mehr für so wenig Geld (aktuell Übernahme der Jahresmiete von 120.000 EU Miete) ein so vielseitiges und lebendiges Museum bekommen.

Unser Appell:

Wir rufen Unternehmer und Unternehmerinnen, Vorstände, Mäzene und Mäzeninnen auf:

Unterstützen Sie das Bonner Frauenmuseum mit einer Zustiftung – helfen Sie mit, dass eine großartige Kulturinstitution auch weiterhin bestehen kann! 

Ihre freundlich zugedachten Spenden überweisen Sie bitte auf das Konto

IBAN: DE11 3705 0198 1933 0863 48

BIC:    COLSDE33XXX

Für alle Fragen bin ich gern Ihre Ansprechpartnerin: 

Marianne Pitzen  (Museumsdirektorin)
frauenmuseum@bonn-online.com
0228 (69 13 44) 


 
Opening hours
Welcome to the Frauenmuseum in Bonn. Enjoy our exhibitions!

Tu - Sa: 14.00 o'clock till
18.00 o'clock
Su: 11.00 o'clock till
18.00 o'clock
© Verein Frauenmuseum – Kunst, Kultur, Forschung e.V. | Im Krausfeld 10 | 53111 Bonn
Women's museums, which have joined the network "womeninmuseum"

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