Ausgewählte Ausstellungen

Stoffpuppen-Installation Foto Ulrike Filgers
Christine Fausten

Februar - September

Freundinnen - vom romantischen Salon zu Netzwerken heute

19.2. - 16.9.2018

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich der Freundschaftskult, an dem Frauen einen prägenden Anteil hatten. Freundschaft wurde zur weiblichen Bühne.
Literarische Zirkel und Salons dienten Frauen zur Weiterbildung, motivierten sie zum eigenen Schreiben und stellten einen akzeptierten Schritt in die Halböffentlichkeit dar.

Der Austausch mit einer Vertrauten ermutigte Frauen dazu, traditionelle Rollen zu überschreiten. Frauenfreundschaften wurden im 19. Jahrhundert zur Basis, um Frauenrechte zu fordern. Freundinnen traten gemeinsam den Kampf an, um rechtliche Hindernisse oder den Widerstand der Familie zu überwinden.

In der ersten Frauenbewegung lassen sich viele Freundinnen-paare finden. In ihrem Salon verkehrte auch Johanna Kinkel, die in Bonn den Maikäferbund leitete. Durch ihre vielen Briefe können wir ihr ganzes Leben nachvollziehen: vom Idyll zur 1848 er Revolution bis ins Londoner Exil. Es werden viele Freundinnen-paare aufgeführt: Luise-Otto-Peters & Auguste Schmidt, Anita Augspurg & Lida Gustava Heymann, Rosa Luxemburg & Clara Zetkin, Paula Becker & Clara Westhoff, Virginia Woolf & Vita Sackville West, Gertrude Stein & Alice B. Toclas .u.a.. Beispiele für Lesekreis und Salon sind der Musenverein in Weimar von Ottilie von Goethe, Adele Schopenhauer und Caroline Egloffstein. Adele Schopenhauer gehörte bald zum Kreis um Sibylla Mertens-Schaaffhausen auf dem Auerhof, die für gegenseitige Hilfe und Erbauung sorgte.

Sukzessive nahmen sich die Frauen der Mädchenbildung an, wurden berufstätig und waren ohne Familie auf Freundschaften angewiesen. Freundinnen gründeten Stimmrechtsvereine, unterstützten sich beim Weg in die Politik. So folgt aus dem Projekt „Freundinnen ….“ das Projekt zu 100 Jahre Frauenwahlrecht. (3. Oktober 2018. – Oktober 2019) 

Die Künstlerinnen: Zu zweit widmen sie sich berühmten Freundinnen von früher, z.B. wie Ellen Sinzig & Jutta Schlier sowie Yakut Ayverdi & Nuray Turan oder präsentieren in der Rubrik Große Gefühle riesige Malerei wie Anna Lena Straube. Besondere Bilder der Freundschaft zeigt die Schauspielerin/Malerin Simone Rethel , ebenso Angelina Gradisnik. Installationen gehen in den Raum, hier: Ji Hyun Bae, Susanne Bons, Meike Entenmann, Christine Fausten, Myriande Heller, Maria Pudelko u.a. 

Die Künstlerinnengruppen sind: EXTERRA XX/Erfurt, KEK/Erftkreis/Köln, Mein wildes Heim, zart & zackig. Dass Freundinnen auch Krallen ausfahren können, kommt in Ulrike Filgers video-Filme vor und bei Cornelia Harss, eine böse Satire. 

Netzwerke sind: Xanthippe e.V./Insel-Galerie Berlin, Soroptimist International, die GEDOK und IAWM – International Association of Women’s Museums. Letztlich ist Freundschaft die Basis des Frauenmuseums und gerade im Jahr 2018!



Vorschau

Bildausschnitt Plakat Frauenwahlrecht historisch
Plakatausschnitt Frauenwahlrecht

Oktober

3.10.2018 - Juni 2019

Frauenpolitischer Aufbruch - Vom Frauenwahlrecht zum Minsterinnen-Amt

In Vorbereitung

1906 erhielten die Frauen in Finnland als erste das allgemeine Wahlrecht. Erst1984 erhielten es die Liechtensteinerinnen. Über 100 Jahre kämpften Frauen mit Mut, Ausdauer und Fantasie gegen Verbote, Ignoranz und Vorurteile...

 

"Freundinnen & andere Monster" Bildausschnitt Ulrike Filgers

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Sonderprogramm

Jugendkunstpresi 2018 Foto Ulrike Filgers
Künstler?

3. März. - 18. März 2017

Jugendkunstpreis 2018

Am Samstag, den 3.März stehen alle Preisträger des Jugendkunstpreises 2018 fest und dürfen von einem größeren Publikum bestaunt werden. Wir freuen uns besonders auf den Kabaraettist Konrad Beikircher und das Phönixorchesterdes Friedrich-Ebert-Gymnasiums Bonn.

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