Ausstellungen 2018

Alles über unsere aktuellen und geplanten Ausstellungen und sonstigen Events erfahren Sie hier oder in reduzierter Form über den Ausstellungskalender.


 

Ausschreibung für Künstlerinnen, Bildhauerinnen

 

10.12.2018 - 14.04.2019

Das Frauenmuseum in Bonn plant die Aufstellung einer Skulptur,

ein Mahnmal gegen die Gewalt an Frauen, die Gewalt im Nahbereich und global.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Bewerbungsbogen.
Download
Bewerbungsbogen
Ausschreibung Mahnmal.pdf
Adobe Acrobat Dokument 602.8 KB

 

Aufbruch der Frauen in die Politik der Moderne - 
vom Frauenwahlrecht zum Frauenmandat
03.10.2018 - 01.05.2019
Teil 1: Vom Frauenwahlrecht zum Frauenmandat
03.10.2018 - 01.05.2019
 
1902 gründete Dr. Anita Augspurg den Deutschen Verein für das
Frauenstimmrecht. Nur eine Minderheit forderte das allgemeine gleiche
Wahlrecht für Frauen, konservative Frauen lehnten es ab, da sie nicht für eine allgemeine Emanzipation eintraten, sondern für das eingeschränkte Klassenwahlrecht, das Männer ausübten.
Während SPD-Politikerinnen Kundgebungen organisierten, war es die
Strategie der bürgerlichen Wahlrechtsvereine, Petitionen einzureichen.
Damit waren die Parlamente gezwungen, sich mit dem Frauenstimmrecht auseinanderzusetzen.
Doch die Frauen hatten keine Chance auf Erfolg. 

Ohne die November-Revolution wäre das allgemeine gleiche Wahlrecht 1918 nicht eingeführt worden. Bei der Wahl zur Nationalversammlung 1919 überließen die Parteien einigen Kandidatinnen vordere Listenplätze, weil sie auf die Stimmen der Wählerinnen hofften. Ca. 9% Frauen wurden gewählt. Doch bei jeder weiteren Wahl nahm ihr Anteil ab. Frauenrechtlerinnen starteten vergeblich Kampagnen, um Politikerinnen aussichtsreiche Listenplätze zu sichern. Stellten Frauenlisten eine Alternative dar? Die wenigen Parlamentarierinnen schafften es, wichtige rechtliche Verbesserungen für Frauen durchzusetzen, doch hatten sie sehr unterschiedliche Vorstellungen über Frauenpolitik. Das Erstarken des Nationalsozialismus stellte die frauenpolitischen Errungenschaften wieder in Frage.
Teil 2: Vom Kampf um die Gleichberechtigung und um die ersten Ministerinnen bis zur Neuen Frauenbewegung
wird anschließend gezeigt.

 „100 Jahre Frauenpolitischer Aufbruch“ ist Teil des Bauhaus-Jubiläums in NRW. "100 jahre bauhaus im westen" ist ein Projekt des NRW-Ministeriums

für Kultur und Wissenschaft und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Schirmherrn ist Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.




 

EUROTOPIA  – Frauen für Europa!
Kunst - Information  - Aktion
19.01.2019 –24.03.2019

 

Werke von Erika Beyhl, Tremezza von Brentano, Charlotte Esch, Daniela Flörsheim, Cornelia Harss, Regina Hellwig-Schmid, Corinna Heumann, Ellen Loh-Bachmann, Martine Metzing-Peyre, Sabine Naussed, Marianne Pitzen, Berthamaria Reetz 

 

Die Europa-Wahl im Mai 2019 wird auch frauenpolitisch von Bedeutung sein.
Der rechte Rand gefährdet Frauenrechte!

 

 

 

  


 

Kunst aus mehreren Jahrzehnten
Brunhilde Odenkirchen
27.01.2019 –24.03.2019

                                                          

Die Künstlerin über ihre Arbeiten:

Grundlage meiner Künstlerischen Arbeit ist die Beschäftigung mit der Natur, um daraus Verwandlungsprozesse abzuleiten.
Bei der Bearbeitung des Materials – oft das Zerstören oder Umwandeln – entstehen neue Schöpfungen. Alle Arbeiten, seien es Bilder, Collagen oder Skulpturen, sind aus vielfältigen Prozessen hervorgegangen.
Von Anfang an habe ich mich ausführlich mit naturalistischen Zeichnungen
in den verschiedenen Techniken, wie Bleistift, Pastell, Aquarell, Öl und Acryl beschäftigt. Dabei sind im Laufe der Jahre zu verschiedenen Themen "Bilderpaare" entstanden. Später folgten dann, unter Verwendung von Papier, Wellpappe, Steinen, Netzen und Muscheln Collagen als künstlerischer Ausdruck.
Den Arbeiten liegt der Gedanke zu Grunde, dass beim bildnerischen gestalten sowohl das Gegenständliche als auch das abstrakte Motiv in den Vordergrund geschoben werden kann, abhängig davon, ob ich den Raum, das Volumen der eingearbeiteten Elemente, oder die Strukturen der Flächen als Grundlage verwende. So erhält das jeweilige Bild seine eigene Aussagekraft und Form, die oft an biologische Strukturen, an Zellen und Fasern erinnern.
So entstehen in mehreren Arbeitsprozessen künstlerische Kompositionen.


Es ist für mich faszinierend, mit verschiedenen Materialien zu experimentieren und dabei immer neue Bilder, Reliefs oder Plastiken zu schaffen.
Dabei sind aus Zeichnungen, verschiedenen Materialien und Reflexionen Einzelstücke, Diptychen und Triptychen entstanden.

Das Thema all meiner Arbeiten ist am Treffendsten in einem Zitat des katalanischen Malers Antoni Tapies beschrieben:
"Kunst ist ein Zeichen, das die Realität in unserer geistigen Vorstellung hervorruft"
Realität umfasst alles, was das Leben des Künstlers beeinflusst: Emotionen, Eindrücke und Assoziationen, ebenso wie die dingliche Welt, die ihn umgibt.
Stil und Technik können von Arbeit zu Arbeit variieren.

Bemerkungen zur Lehrtätigkeit:

Während der 38 jährigen Lehrtätigkeit  in der Erwachsenenbildung habe ich mehr als 100 Frauen die Hemmung genommen, selber Kunst zu gestalten und die Werke auch auszustellen. Die Freude und der Eifer der Kursteilnehmer haben mich bewogen, die Tätigkeit 38 Jahre lang auszuüben.
Während dieser Zeit haben besonders interessierte Frauen unter meiner Leitung die Gruppe "Farbkreis" gegründet und mehrere Ausstellungen gestaltet.
Nach dieser Zeit war es für mich wichtig auch meine eigenen Arbeiten einem größeren Publikum vorzustellen.

Nach Teilnahme an 9 Ausstellungen im RKB, Essen und 5 Ausstellungen im Frauenmuseum Bonn wurde mir nun die Möglichkeit  einer Einzelausstellung geboten.
Hierfür habe ich 140 Arbeiten in den Techniken Radierung, Monotypien und Strukturen in Acryl ausgewählt.

 

Kurzvita:

26. 03. 1937             geboren in Recklinghausen 

1953 – 1956             Ausbildung zur Damenschneiderin 

1957 – 1962             Erste Preise bei Kunst-Wettbewerben des Kreises Recklinghausen 

1959                         Begabtenprüfung und Zulassung zum Studium an der Folkwang-Schule in Essen-Werden 

1974 - 2013              Dozentin für Malerei und plastisches Gestalten in der Erwachsenenbildung in Datteln 

1978 – 1985             Studium der Bildhauerei und Grafik an der Folkwang-GH-Essen, Betreuung der Erstsemester             

1980 - 1983              Preisträgerin:  „Rotary International“, Bildhauer-Symposium Emmerich, Künstlerwettbewerb Essen-Mitte 

1991                         Teilnahme an der Ausstellung „Frauenkunst“, Museum Bochum 

1996                         Teilnahme am Bildhauer-Symposium in Dortmund mit Künstlern aus Simbabwe 

1999                         Teilnahme an einer internationalen Ausstellung in Veere NL 

1984 – 2012             Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in:  Bochum, Bonn, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hilden, Münster, Oberhausen,
                                 Recklinghausen und Solingen.          

 

 

 

 

 

 


 
bauhaus*innen räume 1919 – 2019


19.05.2019 –27.10.2019


100 Jahre Bauhaus - aus diesem Anlass finden eine große Anzahl von Ausstellungen statt. Sie alle würdigen den Beitrag, den das Bauhaus zur Moderne geleistet hat.
Wir zeigen in unserer Ausstellung, welchen Beitrag Frauen bei der Ausformulierung dieser Moderne geleistet haben. Umgekehrt gilt es aber auch aufzuzeigen, was Frauen dieser „Moderne“ zu verdanken haben.
Bauhaus 1919-2019 ist daher nicht nur Anlass zu einem Rückblick auf etwas, was vor 100 Jahren gewesen ist, sondern ein Zeitraum bis heute. In diesem Zeitraum haben Frauen, das was damals begonnen wurde, aufgenommen, weiterentwickelt und verändert. Frauen gestalten Lebensräume entscheidend mit. 
Das revolutionäre am Bauhaus (und dem Neuen Bauen) war, dass Frauen diese an sich Selbstverständlichkeit erstmals umsetzen konnten.
Architekt*Innen konnten Frauen am Bauhaus nicht werden. Frauen wurden Innenarchitektinnen.
2019 sind viele der aufregendsten Architekturen der Welt von Frauen. Und das heißt Räume und Stadt-Räume von Frauen.
*Innen Räume 1919-2019 erzählt so von dem Bauhaus Design der frühen Jahre bis zu den Architektinnen von heute.