Ausstellungen 2018

Alles über unsere aktuellen und geplanten Ausstellungen und sonstigen Events erfahren Sie hier oder in reduzierter Form über den Ausstellungskalender.


Tänzerinnen  s/w Malerei Foto Ulrike Filgers
Anna Lena Straube

 

Freundinnen - vom romantischen Salon zu Netzwerken heute

18.2.2018 -16.9.2018

 

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich der Freundschaftskult, an dem Frauen einen prägenden Anteil hatten. Freundschaft wurde zur weiblichen Bühne.
Literarische Zirkel und Salons dienten Frauen zur Weiterbildung, motivierten sie zum eigenen Schreiben und stellten einen akzeptierten Schritt in die Halböffentlichkeit dar.

Der Austausch mit einer Vertrauten ermutigte Frauen dazu, traditionelle Rollen zu überschreiten. Frauenfreundschaften wurden im 19. Jahrhundert zur Basis, um Frauenrechte zu fordern. Freundinnen traten gemeinsam den Kampf an, um rechtliche Hindernisse oder den Widerstand der Familie zu überwinden.



Zeitzeichen
Zeitzeichen

 

Miniaturensammlung von Dr. Heidrun Wirth
anlässlich des 70. Geburtstages von Marianne Pitzen
29.05.2018 - 30.06.2018

Fast unbemerkt ist, aus freundschaftlicher Verbundenheit mit Marianne Pitzen, eine Kunstsammlung  bei Heidrun Wirth entstanden, die heute schon als historisch gelten kann.
Die, zur Zeit in der obersten Etage im Frauenmuseum ausgestellten, Werke reichen vom Ende der 70er Jahre bis heute.  

Und man sieht: Durch die Jahrzehnte ist die Künstlerin Marianne Pitzen als wache Beobachterin ihrer Umgebung und des aktuellen Zeitgeistes  stets ihrem messagegebundenen Stil treu geblieben. Treffsicher sind rückblickend ihre  pointierten Skizzen,  die  Bilder, die figurenreich aus  malerischen Farben quellen und ihre  papierumwickelten Plastiken.  



 

Aufbruch der Frauen in die Politik der Moderne
03.10.2018 - 30.06.2019

Der erste Teil der Ausstellung thematisiert den Kampf um politische Partizipation anlässlich des 100 jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts. Ende des 19. Jahrhunderts wurden Stimmen laut, die politische Rechte für Frauen forderten. Die Aktivistinnen mussten viel Überzeugungsarbeit leisten – und das nicht nur bei Männern. Besonders im Rheinland stieß die Forderung nach dem allgemeinen gleichen Wahlrecht auf Skepsis bis Abwehr, viele Frauenrechtlerinnen bevorzugten das Dreiklassenwahlrecht für beide Geschlechter. Erschwert wurde ihr Engagement durch politische Vereins- und Versammlungsverbote für Frauen.

 

Nach der Erlangung des Wahlrechts 1918 waren Frauen in allen europäischen Staaten nur in sehr geringer Zahl im Parlament repräsentiert. Die Weimarer Republik startete für Frauen hoffnungsvoll: Im Deutschen Reich waren Frauen im ersten demokratisch gewählten Reichstag 1919 mit 9,6 % vergleichsweise gut vertreten, doch bei jeder Wahl nahm ihr Anteil ab, bis sie 1933 faktisch ihr passives Wahlrecht wieder verloren.  Die meisten Kandidatinnen für die Landtags- und Reichstagswahlen bekamen keinen guten Listenplatz. Dennoch konnten die wenigen Parlamentarierinnen wichtige Rechtspositionen für Frauen durchsetzen.
Die Bonner Republik knüpfte an das Erbe von Weimarer an. Nach der Erlangung der Gleichberechtigung im Grundgesetz  1949 forderten Frauen eine Überarbeitung der frauendiskriminierenden Paragraphen im BGB und Regierungsbeteiligung. Die erste westdeutsche Ministerin auf Bundesebene, Elisabeth Schwarzhaupt, trat erst 1961 ihr Amt an. Kanzler Adenauer hatte sich lange gegen eine Frau in seinem Kabinett gewehrt, doch musste er sich schließlich dem Druck der Frauen-Union beugen. 



 

D I S P L A Y: e x h i b – i t! 
Studierende des Instituts für Kunst und Kunsttheorie, Universität zu Köln

18.11.2018 – 13.01.2019
Mit der Ausstellung  D I S P L A Y: e x h i b – i t! präsentiert das Frauenmuseum zum zweiten Mal ausgewählte Abschlussarbeiten im Bachelor – und Masterstudiengang Lehramt Kunst. Ausbreiten, entfalten, offenlegen –  das „Display“  versammelt  und sortiert Dinge, Informationen und Anschauungen, ist Fläche und Raum bewusst gelenkten Zeigens.  Neben den analogen showrooms aus den Bereichen Kunst, Kultur und Konsum gewinnen die digitalen Oberflächen der Kommunikationsmedien immer größeren Einfluss. Immer initiiert das Display Reaktionen: Fragen, Einsichten, Handlungen.
Der Aufruf exhib-it! – zeige es! – überträgt diesen komplexen Vermittlungsprozess in die zeitgenössische Kunstpraxis.
D I S P L A Y: e x h i b – i t! entfaltet Positionen aus den Disziplinen Malerei, Skulptur, Zeichnung, Druckgrafik, Fotografie, Installation sowie der zeitbasierte Medien Film-Sound-Animation. Thematisch reflektieren die Arbeiten Sichtweisen von „ ich + wir “, der (interkulturellen) Heimat und deren Traditionen, der Weltaneignung und -bewältigung in analogen wie digitalen »Displays« der Gesellschaft.
Vernissage:        Sonntag, 18.11.2018, ab 15:00 Uhr in Anwesenheit der Künstler*innen
Finissage:            Sonntag, 13.01.2019, ab 14:30 Uhr in Anwesenheit der Künstler*innen
Zur Vertiefung der Situation in der Kunstpädagogik in der universitären Ausbildung wie in der schulischen Praxis laden wir um 15:00 zum Podiumsgespräch ein. 
Weitere Informationen folgen.
Kuratorin:           Silke Dombrowsky M.A. 
Beirat:                  Ingrid Roscheck und Rainer Barzen, Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln
Dank an die STIFTUNG KUNST DER SPARKASSE IN BONN und die UNIVERSITÄT ZU KÖLN