Aktuelle Ausstellungen


2. Interdisziplinäres Kunstfestival der GEDOK Bonn und Köln

 

IDA – InterDisziplinäreAktion

 

2. Interdisziplinäres Kunstfestival der GEDOK Bonn und Köln zum 150. Geburtstag Ida Dehmels

 

14. bis 19. Januar 2020 im Frauenmuseum Bonn

 

Im Jahr 2020 jährt sich der Geburtstag der Lyrikerin, Mäzenin und Gründerin der GEDOK – Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden – Ida Dehmel zum 150. Mal. Aus diesem Anlass haben sich die GEDOK Bonn, GEDOK Köln sowie das Frauenmuseum Bonn zusammengefunden, um das 2. Interdisziplinäre Kunstfestival der GEDOK aufzulegen. Nach dem erfolgreichen Start von  IDA InterDisziplinäreAktion  2017 in Köln werden die  Partnerinstitutionen das Festival dieses Mal auf die Rheinschiene bringen und damit über die Stadtgrenzen hinaus in die Region tragen.

 

Als einziger überregionaler Künstlerinnenverband vereint die GEDOK alle Kunstsparten und hat ein lebendiges Netzwerk für weibliche Kunst geschaffen. Diese in die Öffentlichkeit zu tragen und die Geschlechtergleichheit zu fördern ist seit ihrer Entstehung ein heute nicht minder aktuelles Anliegen. Der Name IDA verweist auf Ida Dehmel als Namenspatronin für das seit der Gründung des Vereins vorangetriebene Ziel der Förderung von Frauen in der Kunst. Gleichzeitig definiert er in der InterDisziplinärenAktion den zeitgenössischen intermedialen Ansatz des Projekts.

 

Das Festival IDA bringt im Crossover der Künste mit Performances und einer Ausstellung im Frauenmuseum Bonn die außergewöhnliche Vielfalt weiblichen Kunstschaffens in der Region zum Ausdruck. Schriftstellerinnen, Bildende Künstlerinnen, Musikerinnen, Künstlerinnen der Angewandten und der Darstellenden Kunst werden prozesshaft zusammenarbeiten und künstlerische Positionen austauschen. Wie bereits IDA 2017 gezeigt hat, ist diese einmalige Arbeitsweise dazu geeignet, bestehende Netzwerke zu intensivieren und auszubauen. Künstlerische Gemeinschaften entstehen, die nachhaltig zusammenarbeiten.

 

Sieben Arbeitsgruppen, in denen jeweils mindestens drei unterschiedliche Kunstgattungen vertreten sind, werden unabhängige künstlerische Programme eigens für das Festival konzipieren. Insgesamt sind 27 Künstlerinnen aus den Städten Bonn, Köln und Düsseldorf sowie aus dem Umland beteiligt. Das Frauenmuseum Bonn widmet sich der Biografie Ida Dehmels und wird deren Wirken inhaltlich mit einem eigenen Projekt kritisch würdigen. Die Auseinandersetzung mit der historischen Person Ida Dehmel erfolgt auf künstlerisch assoziative Weise.

 

Anlässlich des Geburtstags Ida Dehmels beschäftigt sich IDA 2020 auch mit den politischen Implikationen der Förderung von Kunst, insbesondere der Kunst von Frauen. In einem begleitenden Podiumsgespräch soll dieser Aspekt beleuchtet werden. 


100 Jahre Frauenpolitischer Aufbruch

Jahresthema - verlängert bis 2020

 

Teil I - Vom Frauenwahlrecht zum Frauenmandat

Teil II - Von der Gleichberechtigung zur Selbstbestimmung

 

1902 gründete Dr. Anita Augspurg den Deutschen Verein für Frauenstimmrecht. Die SPD und eine Minderheit der bürgerlichen Frauen forderte das allgemeine gleiche Wahlrecht für alle Frauen, konservative Frauen traten für ein eingeschränktes Klassenwahlrecht ein. Trotz großem Einsatz hatten die Frauen keinen Erfolg. Ohne die November-Revolution wäre das allgemeine gleiche Wahlrecht nicht 1918 eingeführt worden.Bei der Wahl zur Nationalversammlung 1919 kandidierten über 300 Frauen. Ca. 9 % der Abgeordneten waren weiblich. Kein schlechter Start - doch bei jeder weiteren Wahl nahm der Anteil ab. Die wenigen Parlamentarierinnen schafften es dennoch, wichtige rechtliche Verbesserungen für Frauen durchzusetzen. Einige Errungenschaften machten das NS-Regime wieder rückgängig. Bei der Gründung der Bundesrepublik war die Verankerung der Gleichberechtigung im Grundgesetz 1949 ein Meilenstein, der vor allem Elisabeth Selbert zu verdanken ist. Doch die Umsetzung im BGB stieß auf große Hindernisse – selbst in der Regierung. Ein weiterer Kampf war die Ernennung von Elisabeth Schwarzhaupt 1961 zur ersten Bundesministerin, was nur durch einen geschickten Schachzug gegen den Kanzler durchgesetzt werden konnte. Die Forderung nach denselben Rechten für Frauen ging aber weiter ….


Mahnmal gegen Gewalt an Frauen  (Miniatur) Andrea Kreipe
Mahnmal gegen Gewalt an Frauen (Miniatur) Andrea Kreipe

 Der Lange Weg zum Mahnmal gegen Gewalt an Frauen in Kriegen und Krisen

 

 

Bis zum März 2020 ist weiterhin das Modell der Künstlerin Andrea Kneipe im Erdgeschoss des Frauenmuseums zu sehen.

 

Die Ausstellung "Der lange Weg zum Mahnmal" im vergangenen Jahr zeigte  die Ergebnisse der Ausschreibung zur Errichtung einer Friedensstatue im Hof des Frauenmuseums. Diverse renommierte Bildhauerinnen mit Erfahrung in der Technik des Bronzeguss' haben sich mit Entwürfen und Modellen beworben, bis zur Fertigstellung des Mahnmals ist die Miniaturstatue ausgestellt.

 

Die Statue als Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen in allen Kriegen und Krisen soll am Internationalen Frauentag, den 08. März 2020 vorgestellt werden.

 


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