Aktuelle Ausstellungen


Modell von Sandra Kreipe (Siegerentwurf der Mahnmal-Statue)
Modell von Sandra Kreipe (Siegerentwurf der Mahnmal-Statue)

Der lange Weg zum Mahnmal

 

25.11.2019 - 22.12.2019

 

Mitte 2018 sollte im Hof des Frauenmuseums die Mädchenstatue für den Frieden zur Erinnerung an die Trostfrauen im 2. Weltkrieg errichtet werden. Es waren ca. 250.000 Sexsklavinnen für das japanische Heer, hauptsächlich junge Koreanerinnen. Plötzlich brach der Konflikt zwischen Japan und Korea wieder auf, - von den Frauen war keine Rede mehr. Bei der zum Thema einberufenen Tagung kamen Frauen aus aller Welt. Die Leiterin des japanischen Frauenmuseums forderte wie andere auch: Macht die Statue doch selber! 

Damit war die ldee geboren, ein Mahnmal zu schaffen, das an die Gewalt erinnert, die Frauen in allen Kriegen erleiden, damals wie heute.

 

Die inhaltlichen und gestalterischen Ansprüche an eine solche Skulptur sind hoch: Durch das Angebot der Mäzenin Frau Müller-Huesker, die Figur in Bronze gießen zu lassen, reduzierte sich der Kreis der Bewerberinnen auf Bildhauerinnen mit Erfahrung in dieser Technik.

Ausgestellt sind Entwürfe, Fotos, kleine Skulpturen und Modelle von den nominierten Bildhauerinnen:
Ellen Baumbusch, Jutta Faßhauer-Jung, Susan Geel, Andrea Kreipe, Anka Landtau, Miriam Lenk, Marie-Luise Liebe, U. Maurer/Wasseratelier, Bianka Mieskes, Barbara Mohr, Maria S. Philipp, Ulrike Reutlinger, Susanne Roewer, Brele                                                                                                                                     Scholz, Beate Steven, Jolanta Switajski, Micki Tschur, Dagmar Vogt,
Cornelia                                                                                                                                             Weihe, Dagmar Wolf-Heger, Petra Zieriacks, Margret Zimpel


100 Jahre Frauenpolitischer Aufbruch

Jahresthema - verlängert bis 2020

 

Teil I - Vom Frauenwahlrecht zum Frauenmandat

Teil II - Von der Gleichberechtigung zur Selbstbestimmung

 

1902 gründete Dr. Anita Augspurg den Deutschen Verein für Frauenstimmrecht. Die SPD und eine Minderheit der bürgerlichen Frauen forderte das allgemeine gleiche Wahlrecht für alle Frauen, konservative Frauen traten für ein eingeschränktes Klassenwahlrecht ein. Trotz großem Einsatz hatten die Frauen keinen Erfolg. Ohne die November-Revolution wäre das allgemeine gleiche Wahlrecht nicht 1918 eingeführt worden.Bei der Wahl zur Nationalversammlung 1919 kandidierten über 300 Frauen. Ca. 9 % der Abgeordneten waren weiblich. Kein schlechter Start - doch bei jeder weiteren Wahl nahm der Anteil ab. Die wenigen Parlamentarierinnen schafften es dennoch, wichtige rechtliche Verbesserungen für Frauen durchzusetzen. Einige Errungenschaften machten das NS-Regime wieder rückgängig. Bei der Gründung der Bundesrepublik war die Verankerung der Gleichberechtigung im Grundgesetz 1949 ein Meilenstein, der vor allem Elisabeth Selbert zu verdanken ist. Doch die Umsetzung im BGB stieß auf große Hindernisse – selbst in der Regierung. Ein weiterer Kampf war die Ernennung von Elisabeth Schwarzhaupt 1961 zur ersten Bundesministerin, was nur durch einen geschickten Schachzug gegen den Kanzler durchgesetzt werden konnte. Die Forderung nach denselben Rechten für Frauen ging aber weiter ….


Ula Hirsch: Frauenköpfe (Portaitmalerei)
Ula Hirsch: Frauenköpfe (Portaitmalerei)

Ula Hirsch - Frauenköpfe

 

01.12. - 22.12.2019

 

Die Künstlerin Ula Hirsch stellt im Frauenmuseum Bonn aus.

Ein Besuch, inklusive Lesung war geplant, bevor sich die Kooperation schnell weiterentwickelte und die Malerin nun ihre Portraitbilder im Museum zeigt. Bis zur Weihnachtspause ist die Arbeit der Künstlerin zu sehen. Die "Frauenköpfe" unterscheiden sich stark von der klassischen Portraitmalerei. Ula Hirsch malt                                                                                                                                   zweiseitig auf alten Holztafeln und auf Leinwand. Unverkennbar                                                                                                                                 ist der Stil der Künstlerin. Auf der Abbildung sind die Werke                                                                                                                                         "Afrikanische Frau"(links), "Chinesin" (mitte) und                                                                                                                                                             "Selbstbildnis ohne Ähnlichkeit" (rechts) zu sehen.

 

 


Nie Hoffnungslos

 

01.12.2019 - 22.12.2019

 

Die Ausstellung der Kuratorin Shaza Alo zeigt Malereien von Künstlerinnen aus Kurdistan und Syrien.

 

Die Frauen verarbeiten mit ihren Werken vor allem Erfahrungen, denen Sie in den kurdischen und syrischen Kriegsgebieten nicht entfliehen konnten. Anderseits werden auch die kulturellen Besonderheiten der früheren Heimat festgehalten.

 

 

 


Hildegard Herget

 

13.10. – 30.11.2019

verlängert bis zum 22.12.2019

 

Das Frauenmuseum Bonn zeigt eine Auswahl an Werken der diesjährig in Salzburg verstorbenen Hildegard Herget. Die Künstlerin führte ein facettenreiches und bewegtes Leben. Die Vielseitigkeit ihrer Kunst wurde über die Jahre mehrfach preisgekrönt und national wie international ausgestellt.

 

Die Kunst von Hildegard Herget, geboren Hellwig (1930-2019) erstreckt sich über die Gestaltung von Mode, Ölmalereien bis hin zur Erschaffung von Skulpturen aus Bronzeguss.

 

In ihrer Jugend feierte Herget, dank großem sportlichem Talent Erfolge in zahlreichen Disziplinen der Leichtathletik und wurde sogar in die deutsche Kernolympiamannschaft berufen. Das hier entwickelte Selbstbewusstsein weckte früh den Wunsch nach Eigenständigkeit und Freiheit.

 

Ein Blick auf den Lebensweg Hildegard Hergets verdeutlicht, was sie durch die Bereitschaft zur Weiterbildung und das stetige Aufbringen immenser Willenskraft erreicht hat: Die in Remscheid geborene Mutter von sieben Kindern, trat bei den Olympischen Spielen in Helsinki beim 80m Hürdenlauf an, war begabte Modeschneiderin und erfüllte sich schließlich ihren Traum Kunst zu studieren. Eine Biografie die nun andere Frauen ermutigen und inspirieren soll.

 

Die Projektidee der Architektin und Tochter, Dipl.-Ing Uta-Maria Herget wird jetzt im Frauenmuseum realisiert, das auch 1990 die Wanderausstellung „Liebespaare“ der Künstlerin präsentierte.


Für mehr Informationen über aktuelle und zukünftige Veranstaltungen, sowie das laufende Programm im Frauenmuseum klicken Sie den entsprechenden Button.