Aktuelle Ausstellungen


Bauhaus*innen räume 1919 - 2019

 

19.05 – 22.11.2019

 

100 Jahre Bauhaus - aus diesem Anlass finden eine große Anzahl von Ausstellungen statt. Sie alle würdigen den Beitrag, den das Bauhaus zur Moderne geleistet hat. Wir zeigen in unserer Ausstellung, welchen Beitrag Frauen bei der Ausformulierung dieser Moderne geleistet haben. Umgekehrt gilt es aber auch aufzuzeigen, was Frauen dieser „Moderne“ zu verdanken haben.

 

Bauhaus 1919 - 2019 ist daher nicht nur Anlass zu einem Rückblick auf etwas, was vor 100 Jahren gewesen ist, sondern ein Zeitraum bis heute. In diesem Zeitraum haben Frauen, das was damals begonnen wurde, aufgenommen, weiterentwickelt und verändert. Frauen gestalten Lebensräume entscheidend mit.

 

Das revolutionäre am Bauhaus (und dem Neuen Bauen) war, dass Frauen diese an sich Selbstverständlichkeit erstmals umsetzen konnten. Architekt*Innen konnten Frauen am Bauhaus nicht werden. Frauen wurden Innenarchitektinnen. 2019 sind viele der aufregendsten Architekturen der Welt von Frauen. Und das heißt Räume und Stadt-Räume von Frauen. *Innen Räume 1919-2019 erzählt so von dem Bauhaus Design der frühen Jahre bis zu den Architektinnen von heute.

 

 

Näheres entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung.


Hildegard Herget

 

13.10 – 24.11.2019

 

Das Frauenmuseum Bonn zeigt vom 13. Oktober bis 24. November 2019 eine Auswahl an Werken der diesjährig in Salzburg verstorbenen Hildegard Herget. Die Künstlerin führte ein facettenreiches und bewegtes Leben. Die Vielseitigkeit ihrer Kunst wurde über die Jahre mehrfach preisgekrönt und national wie international ausgestellt.

 

Die Kunst von Hildegard Herget, geboren Hellwig (1930-2019) erstreckt sich über die Gestaltung von Mode, Ölmalereien bis hin zur Erschaffung von Skulpturen aus Bronzeguss.

 

In ihrer Jugend feierte Herget, dank großem sportlichem Talent Erfolge in zahlreichen Disziplinen der Leichtathletik und wurde sogar in die deutsche Kernolympiamannschaft berufen. Das hier entwickelte Selbstbewusstsein weckte früh den Wunsch nach Eigenständigkeit und Freiheit.

 

Ein Blick auf den Lebensweg Hildegard Hergets verdeutlicht, was sie durch die Bereitschaft zur Weiterbildung und das stetige Aufbringen immenser Willenskraft erreicht hat: Die in Remscheid geborene Mutter von sieben Kindern, trat bei den Olympischen Spielen in Helsinki beim 80m Hürdenlauf an, war begabte Modeschneiderin und erfüllte sich schließlich ihren Traum Kunst zu studieren. Eine Biografie die nun andere Frauen ermutigen und inspirieren soll.

 

Die Projektidee der Architektin und Tochter, Dipl.-Ing Uta-Maria Herget wird jetzt im Frauenmuseum realisiert, das auch 1990 die Wanderausstellung „Liebespaare“ der Künstlerin präsentierte.


Aufbruch der Frauen in die Politik der Moderne  

Teil II:  Von der Gleichberechtigung zur Selbstbestimmung
14.04 - 01.11.2019

2019 jährt sich zum 70. Mal die Verabschiedung des Grundgesetzes, in der die Gleichberechtigung von Frauen und Männern verankert wurde. Wir nehmen dies zum Anlass für eine Ausstellung zum frauenpolitischen Aufbruch. Die Ausstellung „Von der Gleichberechtigung zur Selbstbestimmung“, konnte mit maßgeblicher Unterstützung vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Nordrhein-Westfalen-Stiftung sowie der Stadt Bonn realisiert werden.„100 Jahre Frauenpolitischer Aufbruch“ ist Teil des Bauhaus-Jubiläums in NRW. "100 jahre bauhaus im westen" ist ein Projekt des NRW-Ministeriumsfür Kultur und Wissenschaft und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Schirmherrn ist Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Erläuterung: *Teil 1 u. Teil II des frauenpolitischen Aufbruchs zur Frauenwahlrecht werden in verdichteter Form bis zum 1. Nov. 2019 zu sehen sein. Näheres entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung.„100 Jahre Frauenpolitischer Aufbruch“ ist Teil des Bauhaus-Jubiläums in NRW. "100 jahre bauhaus im westen" ist ein Projekt des NRW-Ministeriumsfür Kultur und Wissenschaft und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Schirmherrin ist Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

 


Aufbruch der Frauen in die Politik der Moderne  

vom Frauenwahlrecht zum Frauenmandat
03.10.2018 - 01.11.2019
 

1902 gründete Dr. Anita Augspurg den Deutschen Verein für dasFrauenstimmrecht. Nur eine Minderheit forderte das allgemeine gleicheWahlrecht für Frauen, konservative Frauen lehnten es ab, da sie nicht für eine allgemeine Emanzipation eintraten, sondern für das eingeschränkte Klassenwahlrecht, das Männer ausübten.

 

Während SPD-Politikerinnen Kundgebungen organisierten, war es dieStrategie der bürgerlichen Wahlrechtsvereine, Petitionen einzureichen.Damit waren die Parlamente gezwungen, sich mit dem Frauenstimmrecht auseinanderzusetzen. Doch die Frauen hatten keine Chance auf Erfolg. Ohne die November-Revolution wäre das allgemeine gleiche Wahlrecht 1918 nicht eingeführt worden. Bei der Wahl zur Nationalversammlung 1919 überließen die Parteien einigen Kandidatinnen vordere Listenplätze, weil sie auf die Stimmen der Wählerinnen hofften. Ca. 9% Frauen wurden gewählt. Doch bei jeder weiteren Wahl nahm ihr Anteil ab.

 

Frauenrechtlerinnen starteten vergeblich Kampagnen, um Politikerinnen aussichtsreiche Listenplätze zu sichern. Stellten Frauenlisten eine Alternative dar? Die wenigen Parlamentarierinnen schafften es, wichtige rechtliche Verbesserungen für Frauen durchzusetzen, doch hatten sie sehr unterschiedliche Vorstellungen über Frauenpolitik. Das Erstarken des Nationalsozialismus stellte die frauenpolitischen Errungenschaften wieder in Frage.


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